Wie schnell lässt sich ein geleaster Elektro-Firmenwagen schnell aufladen?
Elektro-Nutzfahrzeuge werden immer beliebter, vor allem wenn es um Leasing von Elektro-Firmenfahrzeugen. Eine der praktischsten Fragen, die Unternehmer stellen, lautet jedoch: Wie schnell lässt sich ein solches Fahrzeug eigentlich unterwegs aufladen? Schnellladen kann den Unterschied ausmachen zwischen einem reibungslosen Arbeitstag und einem Arbeitstag, der an einer Ladestation ins Stocken gerät.
In diesem Artikel beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen zum Schnellladen von Elektro-Nutzfahrzeugen. Von der technischen Funktionsweise über die Kosten bis hin dazu, wann dies die sinnvollste Wahl für Ihren Fuhrpark ist.
Was ist Schnellladen und wie funktioniert es bei einem Elektro-Firmenwagen?
Schnellladen ist eine Methode, um einen Elektro-Firmenwagen in kurzer Zeit über einen starken Ladestrom mit einer großen Energiemenge zu versorgen. Anstelle des langsamen Wechselstroms (AC), den man zu Hause oder im Büro nutzt, wird beim Schnellladen Gleichstrom (DC) verwendet, der direkt in die Batterie fließt, ohne dass der eingebaute Wechselrichter dazwischenschaltet.
Beim normalen Laden über ein Heimladegerät oder eine herkömmliche Ladestation liefert ein Ladegerät in der Regel zwischen 3,7 und 22 Kilowatt. Schnellladegeräte beginnen bei 50 Kilowatt und reichen bei den leistungsstärksten öffentlichen Ladestationen bis zu 150 oder sogar 350 Kilowatt. Für einen Elektro-Firmenwagen bedeutet dies konkret: weniger Standzeit, mehr Fahrzeit.
Der Unterschied zwischen Wechselstrom- und Gleichstromladen
Beim Wechselstromladen speist das Ladegerät Wechselstrom in das Fahrzeug ein, das diesen intern in Gleichstrom für die Batterie umwandelt. Dieser Vorgang begrenzt die Ladegeschwindigkeit, da der Wechselrichter im Fahrzeug eine maximale Leistung hat. Beim Gleichstrom-Schnellladen umgeht die Ladestation diesen Schritt und liefert direkt Gleichstrom an die Batterie. Dies ermöglicht wesentlich höhere Leistungen und sorgt für eine deutlich kürzere Ladezeit.
Für Lieferwagen und andere Nutzfahrzeuge ist diese Unterscheidung relevant, da die in diesen Fahrzeugen eingebauten Wechselrichter oft eine geringere Höchstleistung haben als die in Personenkraftwagen. Das bedeutet, dass nicht jedes Nutzfahrzeug automatisch von der maximalen Ladegeschwindigkeit eines Schnellladegeräts profitiert.
Wie schnell lässt sich ein Elektro-Firmenwagen mit Schnellladung aufladen?
Mit Schnellladung lässt sich ein Elektro-Nutzfahrzeug in der Praxis von 20% auf 80% in etwa 20 bis 45 Minuten aufladen, abhängig von der maximalen Ladeleistung des Fahrzeugs und der Kapazität der Batterie. Die genaue Zeit variiert je nach Modell und Ladegerätetyp.
Beliebte Modelle wie der Renault Kangoo E-Tech oder der Volkswagen ID. Buzz Cargo unterstützen das Gleichstrom-Schnellladen mit einer Leistung von 80 bzw. 170 Kilowatt. Das Laden einer 45-kWh-Batterie mit 80 kW ergibt theoretisch eine Ladezeit von weniger als 40 Minuten von leer auf voll. In der Praxis verlangsamt sich der Ladevorgang ab 80% zum Schutz der Batterie, weshalb die meisten Fahrer bei 80% aufhören zu laden.
Warum bei 80% aufhören?
Batterien laden sich im mittleren Bereich ihrer Kapazität am schnellsten auf. Oberhalb von 80% schaltet das Fahrzeug automatisch auf eine niedrigere Ladegeschwindigkeit zurück, um die Lebensdauer der Batterie zu schonen. Für den täglichen Gebrauch ist 80% in den meisten Fällen mehr als ausreichend, insbesondere wenn Sie das Fahrzeug nachts zusätzlich mit einem Heimladegerät oder am Unternehmensstandort aufladen.
Bei einem kleinen Lieferwagen, der täglich viele Kilometer zurücklegt, ist es daher sinnvoll, Schnellladen mit normalem Laden zu kombinieren. Das Schnellladen nutzt man unterwegs für eine schnelle Aufladung; das normale Laden dient dazu, den täglichen Grundladestand aufrechtzuerhalten.
Welche Ladegeschwindigkeit unterstützt dein elektrisches Leasing-Firmenfahrzeug?
Die maximale Ladegeschwindigkeit eines elektrischen Leasing-Firmenwagens hängt vollständig vom Modell und den vom Hersteller vorgegebenen Spezifikationen ab. Nicht jedes Fahrzeug unterstützt die gleichen Ladeleistungen, und selbst das schnellste Ladegerät der Welt nützt dir nichts, wenn das Fahrzeug selbst nur 50 kW akzeptiert.
Nachfolgend findest du eine Übersicht über die üblichen Tragfähigkeiten bei häufig verwendeten elektrische Nutzfahrzeuge:
- Renault Kangoo E-Tech: DC-Schnellladen mit maximal 80 kW
- Volkswagen ID. Buzz Cargo: DC-Schnellladen mit maximal 170 kW
- Ford E-Transit: DC-Schnellladen mit maximal 115 kW
- Mercedes eSprinter: DC-Schnellladen mit maximal 115 kW
- Stellantis-Modelle (Citroën ë-Dispatch, Peugeot e-Expert): Schnellladen mit maximal 100 kW Gleichstrom
Wenn Sie erwägen, einen Elektro-Firmenwagen zu leasen, ist es ratsam, die Ladespezifikationen im Voraus mit Ihrem täglichen Fahrprofil abzugleichen. Fährt Ihr Fahrer lange Strecken mit wenigen Lademöglichkeiten? Dann ist eine hohe Gleichstrom-Ladeleistung ein wichtiges Auswahlkriterium. Fährt er hauptsächlich regional und lädt er nachts auf? Dann reicht eine geringere Ladeleistung aus.
Was steht im Leasingvertrag zum Thema Laden?
Bei einer Leasing von Elektro-Firmenfahrzeugen sind die Ladekosten und Lademöglichkeiten nicht immer standardmäßig enthalten. Einige Leasinggesellschaften bieten ein All-inclusive-Paket mit einer Ladekarte an; andere berechnen die Ladekosten separat. Prüfen Sie beim Abschluss eines Leasingvertrags immer, welche Lademöglichkeiten enthalten sind und ob Vereinbarungen zum Schnellladen unterwegs bestehen.
Wo kann man einen Elektro-Firmenwagen unterwegs schnell aufladen?
Elektro-Firmenwagen lassen sich an öffentlichen Gleichstrom-Schnellladestationen entlang von Autobahnen, an Tankstellen und auf Gewerbegebieten schnell aufladen. In den Niederlanden ist das Netz an Schnellladestationen in den letzten Jahren stark gewachsen, wobei Anbieter wie Fastned, Allego, Ionity und Shell Recharge zu den bekanntesten Namen zählen.
Für den täglichen Gebrauch gibt es eine Reihe praktischer Optionen:
- Standorte an der Autobahn: Fastned und Ionity bieten leistungsstarke Schnellladestationen entlang der A-Straßen an, die sich ideal für lange Fahrten eignen.
- Tankstellen: Shell Recharge und BP Pulse haben Schnellladestationen in bestehende Tankstellen integriert.
- Gewerbegebiete: Immer mehr Standorte richten Schnellladeinfrastruktur für den gewerblichen Verkehr ein.
- Standorte in der Stadt: Städte wie Amsterdam, Rotterdam und Eindhoven bauen ihr Schnellladenetz aus.
Für Unternehmer in der Region Nordbrabant ist das Netz rund um Helmond, Eindhoven und ‘s-Hertogenbosch gut ausgebaut. Planungs-Apps wie PlugShare, ABRP (A Better Route Planner) oder das Navigationssystem im Fahrzeug selbst helfen Ihnen dabei, Schnellladestationen zu finden, die zu Ihrer Route passen.
Funktioniert jede Ladekarte an jeder Schnellladestation?
Nicht jede Ladekarte funktioniert in jedem Netz. Einige Anbieter arbeiten mit eigenen Abonnements, andere sind an interoperable Netzwerke angeschlossen. Für den geschäftlichen Einsatz ist eine Ladekarte mit breiter Abdeckung, wie beispielsweise die von Allego oder Plugsurfing, eine praktische Wahl. Überprüfen Sie immer, welche Netzwerke in Ihrem Ladeabonnement enthalten sind, bevor Sie losfahren.
Wie hoch sind die Kosten für das Schnellladen eines geleasten Elektro-Firmenwagens?
Die Kosten für das Schnellladen eines Elektro-Firmenwagens sind höher als die für das normale Laden. An öffentlichen Schnellladestationen zahlen Sie je nach Netzbetreiber und Tageszeit durchschnittlich zwischen 0,55 und 0,85 Euro pro Kilowattstunde. Normales Laden zu Hause oder im Büro kostet in der Regel zwischen 0,25 und 0,35 Euro pro Kilowattstunde.
Bei einem Firmenwagen mit einer Batterie von 75 kWh kostet eine vollständige Ladung per Schnellladung schnell 40 bis 65 Euro. Zum Vergleich: Das Aufladen desselben Fahrzeugs zu Hause kostet etwa 19 bis 26 Euro. Der Unterschied ist beträchtlich, aber in der Praxis nutzt man das Schnellladen selten für eine vollständige Aufladung. Meistens lädt man von 20% auf 80% auf, was die Kosten pro Ladevorgang niedriger hält.
Wie berechnet man die Ladekosten für den eigenen Fuhrpark?
Eine praktische Rechenregel: Multipliziere die Anzahl der Kilowattstunden, die du auflädst, mit dem Preis pro Kilowattstunde des von dir genutzten Netzes. Wenn Sie durchschnittlich 200 Kilometer pro Tag fahren und Ihr Fahrzeug 25 kWh pro 100 Kilometer verbraucht, laden Sie täglich etwa 50 kWh auf. Bei einem Schnellladetarif von 0,70 Euro pro kWh kostet das 35 Euro pro Tag.
Für Flottenbetreiber ist es sinnvoll, das Ladeverhalten mithilfe eines Lademanagementsystems zu überwachen. So lässt sich genau nachvollziehen, wo und wann geladen wird, und Sie können die Kosten optimieren, indem Sie das Schnellladen auf Situationen beschränken, in denen es wirklich notwendig ist.
Wann ist Schnellladen die beste Wahl für Ihren Fuhrpark?
Schnellladen ist die beste Wahl, wenn Ihr Elektro-Firmenwagen tagsüber viele Kilometer zurücklegt und nicht genügend Zeit bleibt, um zwischendurch langsam aufzuladen. Denken Sie beispielsweise an Kuriere, Servicetechniker oder Fahrer mit einem Doppelkabinenwagen die täglich mehrere Stopps einlegen und nachmittags eine schnelle Auffrischung benötigen.
Situationen, in denen Schnellladen eindeutig vorzuziehen ist:
- Lange Fahrten, bei denen die Reichweite nicht für den ganzen Tag ausreicht
- Unerwartete Verlängerung eines Arbeitstages, bei der der Akku früher als geplant leer ist
- Arbeiten an Standorten ohne feste Ladeinfrastruktur
- Fahrzeuge, die ständig im Einsatz sind und nachts nicht oder kaum aufgeladen werden
Für Fuhrparkbetreiber, die mehrere Fahrzeuge verwalten, lohnt es sich, eine Lade-Strategie zu entwickeln. Nutzen Sie normales Laden als Standard und Schnellladen als Ergänzung. Dies verlängert die Lebensdauer der Batterie und hält die Ladekosten im Rahmen.
Ist Schnellladen schädlich für die Batterie?
Regelmäßiges Schnellladen wirkt sich langfristig leicht negativ auf die Kapazität der Batterie aus, doch moderne Elektrofahrzeuge sind darauf gut ausgelegt. Die Hersteller bauen Schutzsysteme ein, die die Ladegeschwindigkeit automatisch anpassen, um Schäden zu vermeiden. Gelegentliches Schnellladen ist kein Problem. Verwenden Sie es jedoch nicht als tägliche Routine, wenn Sie die Batterie so lange wie möglich in gutem Zustand halten möchten.
So helfen wir dir bei der Auswahl des richtigen Elektro-Nutzfahrzeugs im Leasing
Die Entscheidung für einen geleasten Elektro-Nutzfahrzeug ist mehr als nur ein Vergleich von Reichweite und Nutzlast. Es geht um ein Fahrzeug, das zu Ihren Aufgaben, Ihren Routen und Ihrem Budget passt. Bei uns finden Sie ein breites Angebot an Elektro-Nutzfahrzeugen: vom kompakten Lieferwagen für den Stadtverkehr bis hin zum geräumigen Firmenbus mit Doppelkabine für Schichtbetrieb oder Schwertransporte.
Wir helfen dir konkret bei:
- Empfehlungen dazu, welche Modelle die höchste Gleichstrom-Ladegeschwindigkeit für dein Fahrprofil unterstützen
- Flexible Leasingoptionen, die sich an die Größe Ihres Fuhrparks und Ihre Wachstumsziele anpassen
- Transparente Preise ohne versteckte Kosten, auch für Ladepakete und Zubehör
- Persönliche Betreuung von der Beratung bis zur Auslieferung, mit über 60 Jahren Erfahrung im Nutzfahrzeugbereich
Möchten Sie wissen, welches Elektro-Nutzfahrzeug am besten zu Ihrer Situation passt? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder sehen Sie sich unser Angebot an Aktuelles Angebot auf der Website. Wir freuen uns, mit Ihnen zu denken.


