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Was sind die Nachteile des Leasings von Elektro-Firmenwagen?

Das Leasing von Elektro-Firmenwagen klingt verlockend: geringere steuerliche Zurechnung, keine Emissionen und ein modernes Image für Ihr Unternehmen. Bevor Sie jedoch den Vertrag unterzeichnen, sollten Sie sich auch über die Kehrseite im Klaren sein. Denn das Fahren mit Elektrofahrzeugen eignet sich nicht für jeden Unternehmer gleichermaßen, und ein Leasingvertrag bindet Sie für mehrere Jahre an ein Fahrzeug und eine bestimmte Fahrweise.

In diesem Artikel beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen zu den Nachteilen des Leasings von Elektro-Firmenwagen. Von höheren Kosten über Probleme beim Aufladen bis hin zu einer begrenzten Reichweite: Wir erklären dir offen und ehrlich, was dich erwartet, damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst.

Warum ist das Leasing von Elektro-Firmenwagen teurer als das von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor?

Das Leasing eines Elektro-Firmenwagens ist in den meisten Fällen teurer als das Leasing eines vergleichbaren Diesel- oder Benzin-Lieferwagens, da der Anschaffungspreis von Elektrofahrzeugen höher ist. Dieser höhere Listenpreis schlägt sich direkt in einer höheren monatlichen Leasingrate nieder, unabhängig von den steuerlichen Vorteilen, die Sie dem entgegenhalten können.

Die Akkupakete, die elektrische Nutzfahrzeuge antreiben, sind nach wie vor ein kostspieliger Bestandteil des Fahrzeugs. Die Hersteller schlagen diese Mehrkosten auf den Verkaufspreis auf, und Leasinggesellschaften legen ihre Tarife auf der Grundlage dieses Preises fest. Selbst beim Operating-Leasing, bei dem Sie das Fahrzeug am Ende des Vertrags zurückgeben, zahlen Sie über die monatliche Rate an der Abschreibung eines teureren Fahrzeugs mit.

Steuerliche Vorteile gleichen dies nicht immer vollständig aus

Der niedrigere steuerpflichtige Anteil bei Elektroautos ist ein bekannter Vorteil, doch bei Firmenwagen, die ausschließlich geschäftlich genutzt werden, spielt dieser Anteil oft eine untergeordnete Rolle. Zudem werden die steuerlichen Vorteile für das Fahren mit Elektroautos schrittweise abgebaut. Was heute als attraktiver Steuervorteil erscheint, kann sich in zwei oder drei Jahren bereits als weniger vorteilhaft erweisen, während Ihr Leasingvertrag noch läuft.

Rechnet man die möglichen Kosten für die Ladeinfrastruktur hinzu, liegen die Gesamtbetriebskosten eines Elektro-Firmenwagens in der Praxis bei weitem nicht immer unter denen einer Alternative mit Verbrennungsmotor. Es ist daher ratsam, die Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer zu berechnen, bevor man eine Entscheidung trifft.

Wie weit fährt ein Elektro-Nutzfahrzeug mit einer Ladung?

Die meisten Elektro-Firmenwagen legen unter idealen Bedingungen mit einer vollen Ladung zwischen 200 und 350 Kilometer zurück. In der Praxis – bei voll beladenem Fahrzeug, bei kaltem Wetter oder bei intensiver Nutzung von Heizung und Elektronik – kann diese Reichweite deutlich geringer ausfallen, manchmal sogar um 30 bis 40 Prozent.

Dies ist einer der konkretesten Nachteile für Unternehmer, die täglich lange Strecken zurücklegen oder mehrere Fahrten ohne festen Standort absolvieren. Ein Kurierdienst, ein Installateur, der von Kunde zu Kunde fährt, oder ein Pflegekraft mit einem vollen Terminkalender kann schnell an die Grenzen der Akkuleistung stoßen.

Gewicht und Ladung haben einen starken Einfluss auf die Reichweite

Bei einer Firmenbus mit Doppelkabine Bei einem stärker beladenen Transporter sinkt die Reichweite besonders schnell. Schließlich muss die Batterie mehr Gewicht bewegen, was sich unmittelbar negativ auf die Effizienz auswirkt. Die Hersteller testen die Reichweite in der Regel unter optimalen Bedingungen mit einem leeren Fahrzeug, doch im täglichen Betriebsalltag sind diese Bedingungen selten gegeben.

Beachten Sie außerdem, dass sich die Reichweite eines Akkus im Laufe der Jahre verringert. Nach drei bis fünf Jahren intensiver Nutzung kann die Kapazität spürbar abgenommen haben, was bedeutet, dass Sie am Ende eines Leasingvertrags mit einer geringeren Reichweite fahren als zu Beginn.

Welche Risiken birgt die Ladeinfrastruktur für Unternehmen?

Die Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur ist eines der größten praktischen Risiken beim Leasing von Elektro-Firmenwagen. Wenn Sie keine eigene Ladestation an Ihrem Firmensitz haben, sind Sie auf öffentliche Ladestationen angewiesen, und diese sind nicht überall gleichermaßen zuverlässig, schnell oder verfügbar, wenn Sie sie gerade benötigen.

Für Unternehmen, die früh losfahren und spät zurückkommen, ist das nächtliche Laden auf dem eigenen Gelände die logischste Lösung. Die Einrichtung einer Ladestation ist jedoch mit zusätzlichen Investitionskosten verbunden: eine Ladesäule, ein leistungsfähigerer Netzanschluss und manchmal auch Umbauten an den Betriebsräumen. Diese Kosten fallen nicht unter den Leasingvertrag und gehen vollständig zu Ihren Lasten.

Probleme beim öffentlichen Laden

Öffentliche Ladestationen sind nicht immer verfügbar, wenn man sie braucht. Defekte, belegte Stellplätze oder Ladestationen, die nicht mit Ihrem Fahrzeug kompatibel sind, können zu unerwarteten Verzögerungen führen. Für einen Unternehmer mit einem engen Zeitplan sind dies keine kleinen Ärgernisse, sondern konkrete Risiken für den Geschäftsbetrieb.

Schnellladen ist eine Alternative für unterwegs, aber auch das hat seine Grenzen. Nicht jeder Elektro-Firmenwagen unterstützt hohe Ladeleistungen, und häufiges Schnellladen kann die Lebensdauer der Batterie vorzeitig beeinträchtigen. Das ist relevant, da Sie bei einem Leasingvertrag am Ende der Vertragslaufzeit für zusätzlichen Verschleiß haftbar gemacht werden können.

Abhängigkeit von den Energiepreisen

Das Fahren mit Elektroautos wird oft als kostengünstiger dargestellt als das Fahren mit fossilen Brennstoffen, doch die Energiepreise können schwanken. Unternehmen, die über das öffentliche Stromnetz oder an ihren Standorten mit dynamischen Stromverträgen laden, können mit höheren Ladekosten als erwartet konfrontiert werden. Dadurch ist die Kostenkalkulation weniger vorhersehbar als bei einem Diesel-Lieferwagen.

Ist das Leasing von Elektro-Firmenwagen für jeden Unternehmer geeignet?

Das Leasing von Elektro-Firmenfahrzeugen ist nicht für jeden Unternehmer gleichermaßen geeignet. Es eignet sich am besten für Unternehmen mit vorhersehbaren, relativ kurzen täglichen Fahrstrecken, einer festen Lademöglichkeit auf dem eigenen Gelände und einem Unternehmensprofil, bei dem die begrenzte Reichweite kein betriebliches Risiko darstellt.

Für einen Selbstständigen, der vor Ort arbeitet und seinen Lieferwagen abends zu Hause auflädt, kann das Leasen eines Elektrofahrzeugs gut funktionieren. Für ein Logistikunternehmen jedoch, das täglich Hunderte von Kilometern zurücklegt, mehrere Fahrer beschäftigt und auf kurze Ladezeiten angewiesen ist, überwiegen die praktischen Nachteile schnell die Vorteile.

Wann passt es denn?

Leasing von Elektro-Firmenfahrzeugen funktioniert einwandfrei, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Du fährst täglich weniger als 150 bis 200 Kilometer.
  • Du verfügst über eine feste Lademöglichkeit an deinem Unternehmensstandort oder zu Hause.
  • Sie arbeiten in einer Branche, in der ein umweltfreundliches Image einen wirtschaftlichen Vorteil bietet.
  • Sie fahren hauptsächlich im Stadtgebiet oder auf kurzen regionalen Strecken.
  • Du musst das Fahrzeug nicht bei jeder Fahrt schwer beladen.

Wenn Sie mehrere dieser Punkte nicht erfüllen, ist es ratsam, vor der Unterzeichnung eines Leasingvertrags auch eine Option mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor oder einem Hybridfahrzeug ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Was, wenn Sie einen kleinen Lieferwagen suchen?

Für Unternehmer, die auf der Suche nach einem Kleintransporter Für den leichten städtischen Einsatz kann das Leasen eines Elektrofahrzeugs interessant sein. In dieser Kategorie reicht die Reichweite oft für einen Arbeitstag aus, und die Ladeinfrastruktur in Städten ist in der Regel besser ausgebaut. Aber auch hier gilt: Berechnen Sie Ihre Gesamtkosten realistisch und berücksichtigen Sie die Fahrzeugspezifikationen.

Wann ist ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor oder ein Hybrid-Firmenwagen die bessere Wahl?

Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor oder ein Hybridfahrzeug ist die bessere Wahl, wenn Sie regelmäßig lange Strecken zurücklegen, wenig Einfluss auf Ihre Lademöglichkeiten haben oder wenn die längere Leasinglaufzeit eines Elektrofahrzeugs nicht in Ihr monatliches Budget passt. In diesen Fällen bieten Diesel- und Hybridfahrzeuge mehr Flexibilität und Planbarkeit.

Ein Diesel-Lieferwagen hat eine größere Reichweite, lässt sich in wenigen Minuten volltanken und ist weniger von der Infrastruktur abhängig. Für Unternehmer in der Bau-, Transport- oder Logistikbranche, die schwere Lasten befördern oder unregelmäßige Routen fahren, bleibt Diesel in vielen Situationen die praktischste Wahl. Das kann sich ändern, wenn sich die Ladeinfrastruktur verbessert und die Batterietechnologie kostengünstiger wird, aber derzeit ist es eine realistische Abwägung.

Hybrid als Übergangslösung

Ein Hybrid-Firmenwagen kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem elektrischen Antriebsstrang und bietet damit mehr Flexibilität. Sie profitieren von geringeren Kraftstoffkosten bei Stadtfahrten und kurzen Strecken, müssen sich aber auf längeren Fahrten keine Sorgen um die Reichweite machen. Für Unternehmer, die zwischen vollelektrischen und fossilen Fahrzeugen schwanken, kann ein Hybridfahrzeug ein sinnvoller Zwischenschritt sein.

Bitte beachten Sie: Auch Hybridfahrzeuge haben ihre Grenzen. Die elektrische Reichweite eines Plug-in-Hybrids ist in der Regel auf 50 bis 80 Kilometer begrenzt, und wenn man die Batterie nicht regelmäßig auflädt, fährt man faktisch ein schwereres Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Dadurch ist der Vorteil geringer, als es den Anschein hat.

So helfen wir dir bei der Auswahl des richtigen Firmenwagens

Die Entscheidung zwischen einem Elektro-Leasingfahrzeug und einem Firmenwagen mit Verbrennungsmotor oder Hybridantrieb ist nicht immer einfach. Sie hängt von Ihrem Fahrverhalten, Ihrem Budget, Ihren Lademöglichkeiten und der Art Ihrer Arbeit ab. Wir helfen Ihnen dabei, diese Abwägung konkret zu treffen, ohne dass Sie sich in technischen Spezifikationen oder unklaren Leasingbedingungen verlieren.

Was wir für Sie tun können:

  • Ehrliche Beratung dazu, welcher Firmenwagen zu Ihrem Nutzungsprofil passt
  • Ein umfangreiches Angebot an neuen und gebrauchten Nutzfahrzeugen, darunter Elektrofahrzeuge, Hybridfahrzeuge und Diesel-Lieferwagen
  • Flexible Leasing- und Kaufoptionen, abgestimmt auf Ihre Unternehmenssituation
  • Persönliche Betreuung vom Beratungsgespräch bis zur Auslieferung
  • Bestimmte Fahrzeuge, wie zum Beispiel ein Doppelkabinenwagen oder Spezialfahrzeuge für Pflege und Transport

Möchten Sie wissen, welches Firmenfahrzeug am besten zu Ihrer Situation passt? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder sehen Sie sich unser Angebot an Aktuelles Angebot auf der Website. Wir beraten dich gerne, ganz unverbindlich.

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