Wie hoch ist die BPM für einen Firmenbus mit Doppelkabine?
Die BPM ist eine Steuer, mit der viele Unternehmer beim Kauf eines Firmenfahrzeugs konfrontiert werden, doch die Vorschriften sind nicht immer ganz eindeutig. Gerade bei einem Firmenbus mit Doppelkabine können die steuerlichen Auswirkungen erheblich sein. In diesem Artikel beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen zur BPM und zur Doppelkabine, damit Sie vor dem Kauf genau wissen, woran Sie sind.
Egal, ob Sie einen kleinen Lieferwagen kaufen möchten, einen Doppelkabinenwagen Sie erwägen oder denken darüber nach, ein Elektro-Firmenfahrzeug zu leasen: Ein Überblick über die BPM-Regelungen hilft Ihnen dabei, die richtige finanzielle Entscheidung zu treffen. Lesen Sie weiter, um einen klaren Überblick über alles zu erhalten, was Sie wissen müssen.
Was ist BPM und warum gilt es für Firmenbusse?
BPM steht für „Belasting van Personenauto’s en Motorrijwielen“ (Steuer auf Personenkraftwagen und Motorräder). Es handelt sich um eine niederländische Steuer, die Sie bei der Erstzulassung eines Fahrzeugs im Kfz-Register entrichten müssen. Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, gilt die BPM in bestimmten Fällen auch für Firmenbusse, nämlich dann, wenn ein Fahrzeug nicht vollständig als Lieferwagen eingestuft wird.
Die Steuerbehörde wendet strenge Kriterien an, um festzustellen, ob ein Fahrzeug als Lieferwagen gilt und somit (teilweise) von der BPM befreit ist. Ein standardmäßiger geschlossener Lieferwagen mit einem Laderaum, der den gesetzlichen Maßstäben entspricht, unterliegt nicht der BPM-Steuer. Sobald ein Fahrzeug jedoch Merkmale aufweist, die eher denen eines Personenkraftwagens ähneln, wie beispielsweise zusätzliche Sitzplätze oder einen Fahrgastraum, ändert sich die steuerliche Einstufung.
Warum betrifft die BPM gerade Firmenbusse mit zusätzlichem Sitzplatzangebot?
Die Behörden unterscheiden anhand der Funktion und der Ausstattung des Fahrzeugs. Ein Fahrzeug, das teilweise für die Personenbeförderung ausgelegt ist, wie beispielsweise ein Doppelkabiner, vereint Laderaum mit zusätzlichen Sitzplätzen. Das macht die steuerliche Einstufung komplexer. Die Steuerbehörde prüft in diesem Fall das Verhältnis zwischen Laderaum und Sitzbereich, um festzustellen, ob das Fahrzeug als Personenkraftwagen oder als Lieferwagen eingestuft wird.
Diese Unterscheidung hat direkte Auswirkungen auf den Preis, den Sie beim Kauf zahlen. Die BPM kann die Anschaffungskosten erheblich erhöhen, weshalb es umso wichtiger ist, sich im Vorfeld gut zu informieren.
Wann gilt ein Firmenbus als Doppelkabine?
Ein Firmenbus gilt als Doppelkabiner, wenn das Fahrzeug neben der Fahrerkabine über eine zweite Sitzreihe verfügt, sodass insgesamt fünf oder mehr Personen im Fahrzeug Platz finden. Dieser Fahrzeugtyp verbindet einen Laderaum im Heck mit einem vollwertigen Fahrgastraum im vorderen Bereich.
Die Doppelkabine ist bei Unternehmen beliebt, die sowohl Personen als auch Material transportieren möchten, wie beispielsweise Bauunternehmen, Installateure und Bauunternehmer. Denken Sie dabei an einen Pick-up oder einen geschlossenen Lieferwagen mit einer zusätzlichen Sitzbank hinter dem Fahrer. Der praktische Vorteil liegt auf der Hand: Man fährt mit einem Team zum Einsatzort und hat gleichzeitig Platz für Werkzeuge oder Materialien.
Was sagt das Finanzamt zu dieser Definition?
Die Steuerbehörde legt eine spezifische Definition zugrunde, bei der die Anzahl der Sitzplätze und die Gestaltung des Laderaums ausschlaggebend sind. Ein Fahrzeug mit mehr als zwei Sitzreihen oder einem Laderaum, der nicht den Mindestabmessungen für einen Lieferwagen entspricht, wird schnell als Personenkraftwagen eingestuft. Diese Einstufung zieht die BPM-Pflicht nach sich.
Im Zweifelsfall hinsichtlich der Einstufung eines bestimmten Fahrzeugs ist es daher ratsam, die Kennzeichendaten und die Typgenehmigung zu überprüfen oder einen Fachmann um Rat zu fragen.
Wie wird die BPM für einen Doppelkabiner berechnet?
Die BPM für einen Doppelkabiner wird auf der Grundlage der CO₂-Emissionen des Fahrzeugs berechnet. Je höher die Emissionen, desto höher die BPM. Die Steuerbehörde wendet eine Tabelle mit Steuerklassen an, in der die Steuer mit steigenden CO₂-Emissionen progressiv ansteigt. Für Fahrzeuge, die vollständig als Personenkraftwagen eingestuft sind, gilt die vollständige BPM-Berechnung.
Bei einer Doppelkabine, die teilweise als Lieferwagen gilt, kann eine andere Berechnung zur Anwendung kommen. In diesem Fall wird manchmal der Katalogwert des Fahrzeugs in Verbindung mit den CO₂-Emissionen herangezogen. Die genaue Berechnung hängt vom Baujahr, der Antriebsart und der spezifischen Typgenehmigung des Fahrzeugs ab.
Welche Faktoren beeinflussen die Höhe der BPM?
Mehrere Faktoren bestimmen, wie viel BPM Sie letztendlich zahlen:
- CO₂-Emissionen: Die primäre Grundlage für die Berechnung. Fahrzeuge mit höheren Emissionen fallen in eine höhere Stufe.
- Kraftstofftyp: Für Dieselfahrzeuge wird zusätzlich zur Grundberechnung ein Aufschlag erhoben, der sogenannte Dieselzuschlag.
- Alter des Fahrzeugs: Bei Gebrauchtfahrzeugen wird die BPM entsprechend dem Alter und dem Restwert reduziert. Dies wird als Abschreibung der BPM bezeichnet.
- Typgenehmigung: Die offizielle Einstufung im Kfz-Register bestimmt, welcher BPM-Satz gilt.
Für einen Elektro-Firmenwagen Es gilt, dass Elektrofahrzeuge kein CO₂ ausstoßen und daher je nach Einstufung deutlich weniger oder gar keine BPM zahlen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Doppelkabiner und einem normalen Lieferwagen in Bezug auf die BPM?
Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass ein gewöhnlicher Lieferwagen, der der gesetzlichen Definition eines Lieferwagens entspricht, vollständig von der BPM befreit ist, während ein Doppelkabiner in den meisten Fällen sehr wohl BPM-pflichtig ist. Dieser Unterschied kann sich auf mehrere tausend Euro an Anschaffungskosten belaufen.
Ein standardmäßiger geschlossener Lieferwagen verfügt über einen Laderaum, der die Mindestanforderungen erfüllt: Der Laderaum muss mindestens halb so lang wie der Radstand sein und eine Mindesthöhe aufweisen. Solange das Fahrzeug diese Anforderungen erfüllt und neben dem Fahrer nicht mehr als zwei Sitzplätze hat, gilt es als Lieferwagen und ist von der BPM befreit.
Konkretes Beispiel für den Unterschied
Stellen Sie sich vor, Sie haben die Wahl zwischen einem geschlossenen Lieferwagen und einem Pick-up mit Doppelkabine derselben Marke und einem vergleichbaren Motor. Der Transporter gilt als Nutzfahrzeug, und Sie zahlen keine BPM. Der Pick-up mit Doppelkabine wird als Personenkraftwagen eingestuft, und Sie zahlen die BPM auf Basis der CO₂-Emissionen. Je nach Modell kann dieser Unterschied schnell mehrere tausend Euro betragen.
Dies macht den Vergleich verschiedener Fahrzeugtypen beim Kauf eines kleinen Lieferwagens oder eines Firmenbusses besonders wichtig. Es zählt nicht nur der Listenpreis, sondern auch die damit verbundenen steuerlichen Belastungen.
Gibt es Fälle, in denen ein Doppelkabiner von der BPM befreit ist?
Ja, es gibt Fälle, in denen ein Doppelkabiner (teilweise) von der BPM befreit sein kann. Die Befreiung gilt insbesondere dann, wenn das Fahrzeug trotz zusätzlicher Sitzplätze offiziell als Lieferwagen eingestuft ist. Dies hängt von der spezifischen Ausstattung und den Abmessungen des Laderaums im Verhältnis zum Fahrgastraum ab.
Einige Hersteller bieten Doppelkabinenmodelle an, die speziell darauf ausgelegt sind, die niederländischen steuerlichen Anforderungen für Lieferwagen zu erfüllen. Durch die Vergrößerung des Laderaums und die Verkleinerung des Fahrgastraums können diese Fahrzeuge dennoch als Lieferwagen eingestuft werden und somit von der BPM-Befreiung profitieren.
Ausnahmeregelung für Elektrofahrzeuge
Ein weiterer relevanter Fall ist der elektrische Doppelkabiner. Da Elektrofahrzeuge kein CO₂ ausstoßen, beträgt die BPM bei vollelektrischen Varianten in der Regel null oder ist deutlich niedriger. Dies macht elektrische Firmenwagen finanziell attraktiver, auch wenn sie als Personenkraftwagen eingestuft sind. Für Unternehmen, die über das Leasing eines Elektro-Firmenwagens nachdenken, ist dies ein wichtiger Vorteil, den es bei der Abwägung zu berücksichtigen gilt.
Darüber hinaus können bestimmte Verwendungszwecke, wie beispielsweise behindertengerechte Fahrzeuge oder spezielle betriebliche Einrichtungen, unter Umständen zu einer anderen steuerlichen Behandlung führen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall bezüglich der Situation eines bestimmten Fahrzeugs stets direkt an einen Steuerberater oder das Finanzamt.
Wie wirkt sich die BPM auf den Kaufpreis eines Doppelkabinen-Modells aus?
Die BPM erhöht den effektiven Kaufpreis eines Doppelkabinen-Fahrzeugs unmittelbar, da die Steuer bereits in dem Preis enthalten ist, den Sie beim Händler bezahlen. Bei Neufahrzeugen ist die BPM bereits im Verkaufspreis enthalten. Bei Gebrauchtfahrzeugen zahlen Sie eine ermäßigte BPM, die sich nach dem Alter und dem Wertverlust des Fahrzeugs richtet.
Beim Vergleich von Fahrzeugen ist es ratsam, immer nachzufragen, ob die BPM bereits im angegebenen Preis enthalten ist. Transparenz hinsichtlich der Gesamtkosten hilft Ihnen dabei, einen fairen Vergleich zwischen verschiedenen Modellen und Typen anzustellen. Insbesondere wenn Sie neben einem Doppelkabiner auch einen kleinen Transporter kaufen möchten, lohnt es sich, die steuerlichen Belastungen der einzelnen Fahrzeuge miteinander zu vergleichen.
BPM beim Leasing eines Doppelkabinen-Fahrzeugs
Wenn Sie einen Doppelkabiner leasen statt kaufen, spielt auch die BPM eine Rolle. Leasinggesellschaften rechnen die BPM in die Leasingraten ein, was bedeutet, dass ein BPM-pflichtiges Fahrzeug höhere monatliche Kosten verursacht als ein von der BPM befreites Fahrzeug. Bei einem Leasingvertrag für einen Elektro-Firmenwagen kann sich die niedrigere oder fehlende BPM positiv auf die monatliche Leasingrate auswirken, was ein weiterer Grund ist, das Fahren mit Elektrofahrzeugen ernsthaft in Betracht zu ziehen.
Kurz gesagt: Die BPM wirkt sich sowohl auf den Kaufpreis als auch auf die Gesamtbetriebskosten eines Doppelkabinen-Fahrzeugs aus. Wer sich vor dem Kauf oder Leasing gut informiert, vermeidet später unangenehme Überraschungen.
Wie wir Ihnen bei der Auswahl des richtigen Firmenbusses helfen
Die BPM-Vorschriften sind komplex, und die Entscheidung zwischen einem Doppelkabiner, einem Standard-Lieferwagen oder einem Elektrofahrzeug hat erhebliche finanzielle Auswirkungen. Wir helfen dir dabei, die richtige Wahl zu treffen, ohne dass du dich selbst durch Berge von Steuervorschriften wühlen musst.
Bei Van den Hurk Nutzfahrzeuge bieten wir Folgendes an:
- Persönliche Beratung zu den steuerlichen Auswirkungen Ihrer Fahrzeugwahl, einschließlich einer individuell auf Sie zugeschnittenen Erläuterung der BPM
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- Transparente Preise, bei denen Sie genau wissen, was Sie bezahlen – inklusive Steuern
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