Welche elektrischen Nutzfahrzeuge sind für lange Strecken geeignet?
Für lange Strecken elektrische Nutzfahrzeuge mit einer Reichweite von mindestens 300-400 km sind am besten geeignet. Die beste Wahl sind Modelle wie der Mercedes eVito (421 km), Ford E-Transit (317 km) und Volkswagen e-Crafter (346 km). Ihr Erfolg hängt von einer guten Routenplanung, strategischem Aufladen und der Wahl eines Fahrzeugs ab, das zu Ihrer täglichen Fahrleistung passt. Mit der richtigen Vorbereitung können elektrische Nutzfahrzeuge problemlos lange Strecken zurücklegen.
Welche Reichweite benötigen Sie für Ihre Geschäftstätigkeit?
Die benötigte Reichweite hängt von Ihren täglichen Strecken, der Art Ihrer Arbeit und den verfügbaren Lademöglichkeiten ab. Für die meisten Unternehmen ist eine Reichweite von 200-250 Kilometern ausreichend, aber für lange Strecken benötigen Sie mindestens 300-400 Kilometer. Rechnen Sie immer mit 20-30% weniger als den angegebenen WLTP-Werten, um realistische Erwartungen zu haben.
Beginnen Sie damit, Ihr derzeitiges Fahrverhalten zu analysieren. Schreiben Sie eine Woche lang auf, wie viele Kilometer Sie täglich fahren und welche Strecken Sie am häufigsten zurücklegen. Denken Sie daran, saisonale Einflüsse zu berücksichtigen: Im Winter sinkt die Reichweite von elektrischen Nutzfahrzeugen 15-25% aufgrund der Kälte und des Einsatzes der Heizung.
Auch die Art der Arbeit wirkt sich auf Ihren Energieverbrauch aus. Nutzfahrzeuge, die häufig anhalten und anfahren (z. B. Paketzusteller), können vom regenerativen Bremsen profitieren, während Fahrzeuge mit ständigen Autobahnfahrten bei hohen Geschwindigkeiten mehr Energie verbrauchen. Ein voll beladenes Nutzfahrzeug verbraucht außerdem 10-15% mehr Energie als ein leeres.
Achten Sie auch auf Ihre Lademöglichkeiten. Können Sie zu Hause oder im Büro aufladen? Dann müssen Sie sich weniger Sorgen um die tägliche Reichweite machen. Müssen Sie unterwegs schnell aufladen? Dann rechnen Sie mit einer Ladezeit von 30-45 Minuten für die Akkukapazität des 80% und planen Sie dies in Ihren Arbeitstag ein.
Welche elektrischen Nutzfahrzeuge haben die größte Reichweite?
Die Mercedes eVito (421 km), Ford E-Transit (317 km) und Volkswagen e-Crafter (346 km) bieten derzeit die größte Reichweite für elektrische Nutzfahrzeuge. Diese Modelle sind speziell für Unternehmen konzipiert, die regelmäßig lange Strecken fahren und bieten ausreichend Laderaum für den professionellen Einsatz.
Der Mercedes eVito ist in verschiedenen Längen erhältlich und bietet mit seiner 100 kWh-Batterie die größte Reichweite. Dieses Modell ist ideal für Transport- und Logistikunternehmen mit hoher Kilometerleistung. Der Laderaum reicht von 6,6 bis 14,0 Kubikmetern, je nach gewählter Version.
Der Ford E-Transit kombiniert eine solide Reichweite mit hervorragender Funktionalität. Mit einer Ladekapazität von bis zu 1.758 kg und einer Anhängelast von 750 kg ist er eine vielseitige Wahl für verschiedene Branchen. Das Fahrzeug unterstützt Schnellladungen mit bis zu 115 kW, so dass Sie in 34 Minuten von 15% auf 80% aufladen können.
Der Volkswagen e-Crafter richtet sich an Unternehmen, die schwere Lasten über lange Strecken transportieren. Mit einer maximalen Nutzlast von 1.720 kg und einem Laderaum von bis zu 10,7 Kubikmetern ist er eine leistungsstarke Option für Bauunternehmen und große Logistikbetriebe.
Für kleinere Nutzfahrzeuge sind der Volkswagen e-Caddy (265 km) und der Renault Kangoo E-Tech (265 km) eine gute Alternative. Diese Modelle bieten eine ausreichende Reichweite für regionale Langstreckenfahrten und sind sparsamer als die größeren Varianten.
Wie planen Sie lange Fahrten mit einem elektrischen Firmenwagen?
Eine gute Routenplanung beginnt mit der Überprüfung von Ladestationen entlang Ihrer Route und der Reservierung von Ladezeit in Ihrer Planung. Verwenden Sie Apps wie PlugShare, ChargeMap oder die ANWB Onderweg-App, um verfügbare Ladestationen zu finden. Planen Sie Ladestopps mit einer Batteriekapazität von 20-30% und laden Sie bis zu einer maximalen Kapazität von 80%, um eine optimale Ladegeschwindigkeit zu erreichen.
Laden Sie mehrere Lade-Apps herunter, bevor Sie losfahren. Verschiedene Ladenetzwerke haben ihre eigenen Apps und Tarife. Stellen Sie also sicher, dass Sie Zugang zu den wichtigsten Anbietern wie Fastned, Allego und Ionity haben. Speichern Sie Ihre Lieblingsrouten mit bewährten Ladepunkten, damit Sie nicht jedes Mal suchen müssen.
Das Timing ist beim Schnellladen wichtig. Laden Sie vorzugsweise zwischen 20% und 80% Akkukapazität: Dies ist am schnellsten. Das Aufladen zwischen 80% und 100% dauert unverhältnismäßig lange, daher sollten Sie Ihre Pausen strategisch planen. Eine 30-minütige Kaffeepause gibt Ihnen in der Regel genug Energie für die nächsten 200-250 Kilometer.
Halten Sie immer einen Plan für den Notfall bereit. Ermitteln Sie alternative Ladepunkte entlang Ihrer Route für den Fall, dass Ihre erste Wahl besetzt oder defekt ist. Prüfen Sie den Status von Ladestationen über Apps, bevor Sie anhalten. Einige Schnellladestationen haben mehrere Anschlüsse, was Ihre Chancen auf Verfügbarkeit erhöht.
Berücksichtigen Sie die Wetterbedingungen und den Verkehr. Gegenwind, Regen und Staus erhöhen Ihren Energieverbrauch. Planen Sie im Winter 20-25% zusätzliche Ladezeit ein und prüfen Sie, ob beheizte Ladestationen für zusätzlichen Komfort während der Wartezeit zur Verfügung stehen.
Wie hoch sind die Kosten des elektrischen Fahrens auf langen Strecken?
Langstreckenfahrten mit Elektroantrieb kosten etwa 0,35 bis 0,50 € pro Kilometer an Energie, verglichen mit 0,15 bis 0,25 € pro Kilometer für Diesel. Schnelles Laden ist teurer als das Aufladen zu Hause, aber die Gesamtbetriebskosten bleiben aufgrund geringerer Wartungskosten und steuerlicher Vorteile oft niedriger. Für Unternehmen ergeben sich ab 2025 zusätzliche Vorteile durch die BPM-Abgabe auf neue Dieselfahrzeuge.
Das Laden zu Hause kostet etwa 0,25 € pro kWh, während das Schnellladen 0,50-0,75 € pro kWh kosten kann. Ein elektrisches Nutzfahrzeug verbraucht im Durchschnitt 25-35 kWh pro 100 Kilometer, je nach Modell und Fahrweise. Das bedeutet, dass das Aufladen zu Hause für 100 Kilometer 6-9 € kostet, während das Schnellladen 13-26 € kosten kann.
Vergessen Sie nicht, die Zeitkosten für das Aufladen zu berücksichtigen. Eine Ladepause von 30-45 Minuten wirkt sich auf Ihre Produktivität aus, vor allem bei regelmäßigen langen Fahrten. Planen Sie die Ladepausen sinnvollerweise um die Mittagspause oder andere Arbeitsaktivitäten herum, um diese Zeit sinnvoll zu nutzen.
Die Gesamtbetriebskosten (TCO) von elektrischen Nutzfahrzeugen sind aufgrund der geringeren Wartungskosten oft günstiger. Elektromotoren haben weniger bewegliche Teile, keine Ölwechsel und weniger Verschleiß an den Bremsen durch regeneratives Bremsen. Dies spart jährlich 500 bis 1.500 € an Wartungskosten.
Steuerlich gesehen bieten elektrische Nutzfahrzeuge erhebliche Vorteile. Die zusätzliche Steuer beträgt 0% für elektrische Firmenwagen unter 50.000 € und es wird keine BPM-Abgabe erhoben. Ab 2025 müssen Sie für neue Diesel-Firmenwagen BPM zahlen, was das elektrische Fahren relativ vorteilhaft macht.
Wie Van den Hurk bei elektrischen Nutzfahrzeugen hilft
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Wir wissen, dass der Umstieg auf elektrisches Fahren Fragen aufwirft. Deshalb nehmen wir uns die Zeit, Ihre spezifische Situation zu analysieren und den elektrischen Firmenwagen zu finden, der perfekt zu Ihren langen Strecken passt. Ob Sie sich für Kauf oder Leasing entscheiden, wir sorgen für einen sorgenfreien Übergang.
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